Psychotherapie

Meine Arbeitsweise

Zu Beginn der Behandlung steht das wesentliche Verständnis Ihrer aktuellen Lebens- und Belastungssituation im Vordergrund. Hierzu gehört, neben dem Erfassen Ihres Belastungserlebens mittels einer ersten Problemanalyse, auch der Blick auf Ihre sozialen und biografischen Gegebenheiten und Erfahrungen. Die ausgetauschten Informationen stellen zunächst eine Grundlage zur Erarbeitung eines gemeinsam entwickelten Entstehungs- und Erklärungsmodells dar, welches uns als Orientierung für die Ableitung eines individuellen Therapieplans mit ziel- und lösungsorientierten Behandlungsstrategien dienen soll. Insofern werden am Anfang der Psychotherapie für Sie greifbare, d.h. konkrete und nachhaltige Ziele erarbeitet und festgelegt. Diese werden als „Richtschnur“ der Therapie dienen.

In unserer gemeinsamen Arbeit sollen so vorhandene Beschwerden und Symptome vermindert und Sie in die Lage versetzt werden, eigenständig künftig auftretende Belastungen und Probleme adäquat bewältigen zu können. Die verlorene Lebensqualität soll so Schritt für Schritt wiedererlangt werden. Hierfür werden wir Zeit und Geduld benötigen, um dauerhafte funktionale Veränderungen vorzubereiten und Ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, diese in Ihren Alltag mit viel Übung und Zeit zu integrieren. Dies ist zentral für Ihre Fortschritte. Psychotherapie wirkt nicht sofort.

„Geduld ist der Begleiter von Weisheit.“ – Augustinus von Hippo

Eine tragfähige, von Vertrauen und Empathie geprägte Therapiebeziehung zwischen Patient*in und Therapeut*in trägt einen wichtigen Teil zu einer wirksamen Psychotherapie bei. Hierunter verstehe ich nicht nur die Wertschätzung Ihrer Person, sondern auch ein transparentes Vorgehen hinsichtlich der therapeutischen Mittel und Methoden. Ausgangspunkt jeder therapeutischen Strategie ist somit Ihr Einverständnis und die Aufklärung über den Nutzen sowie Sinn und Zweck innerhalb der geplanten Therapie. Anders als bei körperlichen Erkrankungen nützt es jedoch wenig, die gewünschte Änderung „passiv“ durch den Therapeuten oder ein Medikament zu erwarten. Vielmehr liegen viele Möglichkeiten zur Veränderung in Ihnen selbst, sodass insbesondere die Umsetzung von Therapieübungen und -aufgaben (z.B. Selbstbeobachtungsprotkolle, Reflektion von persönlichen Denk- und Verhaltensweisen, Expositionsübungen) zwischen unseren Sitzungen ein wichtiger Bestandteil sein wird. Die aktive Rolle der Patient*innen ist ein essenzieller Anteil der Verhaltenstherapie.

Für einige Menschen bedeutet der (erste) Kontakt zu einem Psychotherapeuten das Überwinden einer großen Hürde und Herausforderung. Verschiedene offene Fragen am Anfang einer Psychotherapie sind daher vollkommen nachvollziehbar. Mein Anliegen ist es, eine offene und sichere Therapie- und Arbeitsatmosphäre gemeinsam mit Ihnen zu schaffen. Daher lade ich Sie ein, mich bei Unklarheiten, Anliegen und fortbestehenden offenen Fragen gerne anzusprechen.

Rahmenbedingungen

Gesetzlich Krankenversicherte

  • Nach Ihrer Kontaktaufnahme und bei freien Kapazitäten erfolgt ein unverbindliches Erstgespräch im Rahmen der sogenannten psychotherapeutischen Sprechstunde. In diesem Gespräch haben Sie ausreichend Zeit, Ihre Beschwerden und Ihr Anliegen zu schildern sowie einen ersten Eindruck von mir zu gewinnen. Sie erhalten hier eine Ersteinschätzung zu den möglichen Behandlungoptionen, zur Indikation einer Psychotherapie oder zu anderen unterstützenden Angeboten. Diese Möglichkeit der Ersteinschätzung in der psychotherapeutischen Sprechstunde besteht auch ohne die Option einer nachfolgenden Psychotherapie in meiner Praxis.
     
  • In der probatorischen Phase, die zwei bis vier Sitzungen andauert, erfolgt eine weitere diagnostische Abklärung des Krankheitsbildes unter Einbeziehung verschiedener Fragebögen, um ein umfassendes Bild der bestehenden Symptomatik zu erlangen. Die gewonnenen Informationen dienen zur Erstellung eines ersten Erklärungs- und Verständnismodells und der Erarbeitung von Therapiezielen. Die probatorische Phase kann dann in die Beantragung einer Kurzzeit- oder Langzeittherapie bei ihrer Krankenkasse münden.

  • Wenn wir schließlich den Entschluss fassen, eine Psychotherapie zu beantragen, stellen wir gemeinsam einen Antrag auf Psychotherapie bei ihrer Krankenkasse. Eine Kurzzeittherapie beläuft sich hierbei auf ein erstes Kontingent von 12 Sitzungen. Die Kurzzeittherapie kann auf 24 Sitzungen verlängert werden. Eine Langzeittherapie bietet die Möglichkeit 60 – 80 Sitzungen durchzuführen. Die Sitzungsdauer beträgt jeweils 50 Minuten. Eine Gruppentherapiesitzung beträgt 100 Minuten. Es besteht die Möglichkeit einer Kombinationsbehandung in Einzel- und Gruppensetting.

  • In den folgenden Sitzungen der psychotherapeutischen Behandlung legen wir zunächst einen weiteren Fokus auf mögliche Ursachen und Zusammenhänge Ihrer Problematik. Neben der Informationsvermittlung arbeiten wir zielorientiert und transparent, unterstützt durch verschiedene verhaltenstherapeutische Strategien und Techniken, an der Erreichung der Therapieziele. Der Erwerb von neuen förderlichen Erfahrungen und Kompetenzen wird für Sie in einer aktiven Patient*innenrolle essenzieller Bestandteil sein. Dieser strukturierte und doch flexible Therapieprozess gestaltet sich stets transparent, individuell und personenzentriert, weshalb eine genaue Beschreibung zuvor nicht erfolgen kann.

Privat Krankenversicherte

  • In der Regel werden bei Privatversicherten die Kosten für bis zu fünf probatorischen Sitzungen zu Beginn einer Psychotherapie übernommen. Dennoch erfolgt die Erstattung einer Psychotherapie durch private Krankenversicherungen oder Beihilfestellen in einem unterschiedlichen Umfang. Es ist daher zu empfehlen, vor Beginn bei Ihrer Krankenversicherung bzw. Beihilfestelle Fragen zur Kostenübernahme zu klären. Die Kosten orientieren sich an der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).